Japanische Laterne mit Torii im Hintergrund

Asien

Japan

Japan lässt sich überraschend einfach bereisen – schwieriger ist eher die Entscheidung, wie viel man in eine Reise hineinpackt. Tokio kann problemlos eine Woche füllen, Kyoto funktioniert völlig anders als Osaka und schon ein paar Stunden Zugfahrt verändern Landschaft, Tempo und Atmosphäre deutlich. Dazwischen liegen kleinere Städte, Küsten, Berge und Orte, bei denen es sich lohnt, nicht nur für einen Tagesausflug vorbeizuschauen. Für eine erste Reise würde ich deshalb nicht versuchen, möglichst viel von Japan abzuhaken. Weniger Stationen und etwas mehr Zeit an jedem Ort machen die Reise entspannter – und lassen genug Raum für genau die Momente, die sich vorher nicht planen lassen.

Karte

© OpenStreetMap, © CARTO

Spots

Interaktive Karte folgt. Bis dahin: alle erfassten Spots in der Übersicht.

Gut zu wissen

Beste Reisezeit
Frühling und Herbst sind für klassische Städtereisen besonders angenehm. Im Frühling kommen Kirschblüte und entsprechend viele Besucher hinzu, im Herbst mildere Temperaturen und die Herbstfärbung. Juni gehört in vielen Regionen bereits zur Regenzeit; Juli und August können sehr heiß und feucht werden. Ich war selbst auch im Juli dort – es gibt immer wieder kurze, intensive Regenschauer, aber genau das verändert die Stimmung oft auf eine unerwartet schöne Weise. Die Städte wirken dann ruhiger, die Luft ist schwerer, und viele Momente fühlen sich weniger „durchgetaktet“ an. Das macht eine Sommerreise nicht unmöglich, aber der Tagesrhythmus wird wichtiger.
Unterwegs
Zwischen den großen Städten ist der Zug meistens die unkomplizierteste Lösung. Innerhalb von Tokio, Kyoto und Osaka kommen Metro, lokale Bahnlinien und Busse dazu. Für viele Fahrten brauchst du vorher keinen komplizierten Pass: Eine wiederaufladbare IC-Karte macht Nahverkehr und Umstiege deutlich einfacher. Für längere Strecken lohnt es sich, die einzelnen Verbindungen vorab zu vergleichen.
Sprache
Japanisch hilft natürlich, ist für eine erste Reise aber keine Voraussetzung. In größeren Städten und touristischen Gegenden kommt man mit Englisch, Übersetzungsapps und ein wenig Geduld gut zurecht. Ein paar einfache japanische Wörter machen viele Situationen trotzdem angenehmer: gerade in kleineren Restaurants oder außerhalb der großen touristischen Routen.
Bezahlen
Kartenzahlung ist in Städten inzwischen weit verbreitet. Ganz ohne Bargeld würde ich trotzdem nicht reisen: kleinere Restaurants, Automaten oder einzelne Dienstleistungen können weiterhin Bargeld verlangen. Eine IC-Karte ist zusätzlich praktisch, weil sie nicht nur für viele Bahn- und Busfahrten, sondern auch an zahlreichen Automaten und in Geschäften genutzt werden kann. Diese gibt es entweder klassisch als Hard-Card oder für Apple-User zum herunterladen in Apple Wallet.
Reisedauer
Zwei Wochen sind für eine erste Japanreise ein guter Rahmen, wenn du mehrere Orte kombinieren möchtest. Entscheidend ist weniger die Anzahl möglicher Städte als die Zahl der Ortswechsel. Tokio, Hiroshima, Kyoto und Osaka lassen sich in dieser Zeit gut miteinander verbinden. Wer langsamer reisen möchte, kann problemlos einen Ort streichen und die zusätzliche Zeit auf die übrigen Stationen verteilen.

Routen

Etwa 12 Tage

Tokio – Kyoto – Osaka

Die naheliegende erste Runde, komplett mit dem Zug.

  1. Tokio5 Nächte
  2. Kyoto4 Nächte
  3. Osaka2 Nächte

Etwa 10 Tage

Zwei Städte, viel Zeit

Für alle, die lieber bleiben als weiterfahren.

  1. Tokio6 Nächte
  2. Kyoto4 Nächte